Mona Gamie ist eine Zürcher Drag Queen mit Charme, Schalk und Nostalgie. Nach der Matura in Schaffhausen zog es Monas Alter Ego Tobi als Aktivist zur Zürcher LGBTIQ-Community, wo er bei der queeren Jugendorganisation Milchjugend seine ersten Gehversuche als Drag Queen Mona Gamie unternahm. Anfänglich eher Trümmer-Queen, unterhielt Mona Gamie mit ihrem sagenhaften Pop-Bingo und auf Schweizerdeutsch übersetzten Chart-Hits die Mengen in der Bar – mit Erfolg. Mittlerweile entführt die zur Travestiediva gereifte Mona auch in vergangene Welten und zieht das Publikum mittels nostalgischen Chansons in ihren Bann. Auch zur Talkshow-Moderatorin taugt die Diva, so beispielsweise, wenn sie auf der Bühne in ihr Wohnzimmer bittet und Gäste zum Chardonnay empfängt. Im Rahmen der Schweizer Varieté-Show Salon Morpheus tritt Mona Gamie neben Burlesk, Akrobatik und Klamauk auf und bespielt gemeinsam mit einem fabelhaften Ensemble die Bühnen der Deutschschweiz. Mona Gamie war bislang aber nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Print unterwegs, so schrieb sie 2018-19 für die Schaffhauser AZ eine Kolumne, in der sie die Welt aus ihrer Sicht kommentiert.
Mona Gamie hat soeben ihr Studium der Geschichte und Geschlechterforschung in Basel abgeschlossen und lebt in Zürich.
Travestie
Ein Hauch Nostalgie
Mona versprüht bei ihrem Erscheinen sofort einen Hauch Nostalgie und lässt einen an die glorreichen Zeiten des Cabarets denken, wo in schummrigen Etablissements dem freien Lebensgefühl der goldigen 1920er-Jahre gefrönt wurde.
Mona singt darum auch gerne Chansons und Lieder aus dieser Zeit. Sie handeln von Liebe, Herzschmerz und Sehnsucht. Sei es die Piaf, die Leander oder die Dietrich – sie alle sprechen Mona aus dem Herzen und lassen Mona die Herzen das Publikums erobern.
Cabaret
Chansons und Liebesgeschichten
Mona ist Teil der Cabaret-Show Salon Morpheus, wo sie neben wundervollen Burlesk-Tänzerinnen, flinken Puppenspieler_innen und mit einem begnadeten Conferencier einige Ständchen zum besten geben durfte. Ausserdem spielte sie im Zürcher Theater Keller 62 ihr erstes Abendprogramm, wo sie dem Publikum ihre tragikomische Liebesgeschichte erzählte und die Sehnsucht nach der verruchten Welt der Cabarets weckte.
Polittunte
Aktivismus für die falschsexuelle community
Mona wurde quasi durch den Aktivismus geboren und ist in der Community gross geworden. Vor langer Zeit, als die LGBT-Jugendorganisation Milchjugend noch Milchbüechli hiess, als die Parties noch in Aarau und nicht in Zürich stattfanden, war Not an der Frau – es fehlte eine Drag Queen. Und so wurde aus der Not die Gamie geboren.
Seither setzt sie sich für offenere Geschlechterrollen in der Gesellschaft und Akzeptanz für die ganze LGBTIQ-Community ein.
Klamauk
Pop-Songs auf Schwiizerdütsch
Doch Mona kann auch anders – kein Song wäre ihr zu trashig, um ihn nicht zu covern. Sie glänzt vor allem durch ihre witzigen Übersetzungen von englischen Pop-Songs ins Schweizerdeutsche – internationales Trash-Kulturgut lokal interpretiert! Mona lässt Alicia Keys «Maitli bränne» und Katy Perry «brüllä», während Robyn «ganz allei» tanzt. Da bleibt kein Auge trocken und kein Herz unbewegt!
Zudem moderiert die Queen das legendäre Pop-Bingo. Das Motto ist: Billige Musik und noch billigere Preise! Es gilt, mit Wissen über Pop-Kultur aufzutrumpfen und möglichst viele Interpret_innen zu erraten.